Verhaltenskodex

Unser Kinderschutzkonzept

In unserer Kita gilt ein Kinderschutzkonzept, das zuletzt 2025 überarbeitet und auf den neusten Stand gebracht wurde. Das Konzept richtet sich nach aktuellen wissenschaftlichen und pädagogischen Standards und wurde von unserer Kita-Leitung in Zusammenarbeit mit allen ErzieherInnen erarbeitet und vom Vorstand des Trägervereins bewilligt. Diesem Konzept müssen alle in unserem Haus tätigen MitarbeiterInnen folge leisten, wozu sie sich durch Unterschrift verpflichten. Das Kinderschutzkonzept kann in der Kita eingesehen werden und wird auf Wunsch von der Leitung auch als Kopie zur Verfügung gestellt.

Aus dem Kinderschutzkonzept leitet sich unser Verhaltenskodex und die Verhaltensampel ab, die auch über die Kita hinaus einen guten Leitfaden für den Umgang mit Kindern darstellen.

Verhaltenskodex

Wir handeln verantwortlich!

  1. Wir verpflichten uns, Kinder vor körperlicher, seelischer und sexualisierter Gewalt und Machtmissbrauch zu schützen. Wir achten dabei auch auf Zeichen von Vernachlässigung. Emotionale und körperliche Vernachlässigung ist eine bewusste Verweigerung von Handlungen, die dem Wohl des Kindes dienen.
  2. Wir werden uns gegenseitig auf Situationen zeitnah ansprechen, die mit diesem Verhaltenskodex und der Verhaltensampel nicht im Einklang stehen, um ein offenes Klima in der Gruppe oder im Team zu schaffen und zu erhalten. Ein professioneller Austausch ist von allen Teammitgliedern gewollt und wird wertgeschätzt. Dabei verhalten wir uns allen Beteiligten und der Situation gegenüber loyal und unvoreingenommen.
  3. Wir verzichten auf verbales und nonverbales abwertendes und ausgrenzendes Verhalten und beziehen gegen gewalttätiges, diskriminierendes, rassistisches und sexistisches Verhalten aktiv Stellung.
  4. Wir nehmen die Intimsphäre, das Schamgefühl und die individuellen Grenzempfindungen der uns anvertrauten Kinder wahr und ernst.
  5. Wir respektieren den Willen und die Entscheidungsfreiheit aller Gruppenmitglieder und treten ihnen mit positiver Grundhaltung und Wertschätzung gegenüber.
  6. Wir unterstützen die Kinder in ihrer Entwicklung und bieten ihnen Möglichkeiten, Selbstbewusstsein und die Fähigkeit zur Selbstbestimmung zu entfalten. Dazu gehört der Umgang mit Sexualität und das Recht, klare Grenzen zu setzen.
  7. Wir ermutigen Kinder dazu, sich an uns und Menschen zu wenden, denen sie vertrauen und ihnen erzählen, was sie erleben, vor allem auch von Situationen, in denen sie sich unwohl fühlen.
  8. Wir nehmen Hinweise und Beschwerden von Kindern, MitarbeiterInnen, Sorgeberechtigten, PraktikantInnen und anderen Personen ernst.

Verhaltensampel

Grüne Ampel

Dieses Verhalten ist pädagogisch richtig:

  • Positive Grundhaltung (Fröhlichkeit, Freundlichkeit, Ausgeglichenheit etc.)
  • Empathie verbalisieren mit Körpersprache, Herzlichkeit
  • Flexibilität (Themen spontan aufgreifen, Vermittler/Schlichter)
  • Authentisch sein, Echtheit, Ehrlichkeit, Transparenz
  • Kinder anhalten, Konflikte friedlich zu lösen
  • Positives Menschenbild
  • Konsequent sein
  • Regelkonform verhalten, Regeln und Tagesablauf einhalten
  • Distanz wahren und Nähe (Wärme) zulassen
  • Verlässlichkeit und verlässliche Strukturen
  • Eigene Grenzen deutlich machen
  • Verständnisvoll sein
  • Ressourcenorientiert arbeiten
  • Kinder und Eltern wertschätzen
  • Aufmerksames Zuhören
  • Den Gefühlen der Kinder Raum geben
  • Partnerschaftliches Verhalten
  • Trauer zulassen
  • Auf die Augenhöhe der Kinder gehen
  • Eigene, gewaltfreie Kommunikation (vorbildliche Sprache)
  • Jedes Thema wertschätzen
  • Angemessenes Lob aussprechen können
  • Es gibt kein Petzen, Kind holt sich Hilfe!
  • Fairness, Gerechtigkeit
  • Begeisterungsfähigkeit
  • Selbstreflexion
  • Impulse geben
  • „Nimm nichts persönlich“
  • Unvoreingenommenheit

Gelbe Ampel 

Dieses Verhalten ist pädagogisch kritisch und für die Entwicklung des Kindes NICHT förderlich:

  • Kita-Regeln werden von Erwachsenen nicht eingehalten (regelloses Haus)
  • Auslachen / Schadenfreude (dringend anschließende Reflexion mit dem Kind / Erwachsenen)
  • Verabredungen nicht einhalten
  • Lächerliche, ironische, gemeine Sprüche
  • Überforderung / Unterforderung des Kindes
  • Nicht ausreden lassen
  • Regeln ändern
  • Autoritäres Erwachsenenverhalten
  • Anschnauzen
  • Stigmatisieren
  • Bewusstes Wegschauen
  • Ständiges Loben und Belohnen
  • Keine Regeln festlegen
  • Laute körperliche Anspannung mit Aggression
  • Unsicheres Handeln
  • Sozialer Ausschluss (Kind vor die Tür stellen)
  • Bevorzugen / Benachteiligen
  • „Schubs doch zurück!“

Rote Ampel

Dieses Verhalten geht nicht:

  • Intim anfassen
  • Intimsphäre missachten
  • Schlagen
  • Zwingen
  • Unangemessene Strafen
  • Sozialer Ausschluss
  • Angst machen
  • Vorführen
  • Diskriminieren
  • Nicht beachten
  • Bloßstellen Pitschen / kneifen Lächerlich machen
  • Verletzen
  • Konstantes Fehlverhalten
  • Misshandeln
  • Schubsen
  • Schütteln
  • Küssen
  • Medikamentenmissbrauch
  • Bewusste Aufsichtspflichtverletzung
  • Vertrauen brechen
  • Herabsetzend über Kinder und Eltern sprechen
  • Videospiele und Filme mit grenzverletzenden Inhalten
  • Isolieren / fesseln / einsperren
  • Fotos von Kindern ins Internet stellen
  • Kind instrumentalisieren